Vier einfache Rezepte für eine unperfekte, gemütliche Adventszeit
Es gibt diesen ganz besonderen Moment in der Adventszeit: wenn der erste Duft von Zimt, Orange und Gebäck durch die Wohnung zieht. Dann wird aus dem grauen Dezember plötzlich ein kleines bisschen weicher, ruhiger und irgendwie liebevoller.
Vielleicht kennst du das: Du möchtest gern veganer backen, aber zwischen Arbeit, Alltag und tausend Kleinigkeiten fühlt sich ein Plätzchenteller manchmal wie ein kleines Projekt an. Und gleichzeitig hast du Lust auf dieses Gefühl von Kindheit, Wärme und kleinen Ritualen.
Genau dafür ist dieser Impuls da: Damit du ohne Stress einsteigst, mit einfachen Rezepten, die schnell gelingen und dir Sicherheit geben. Unperfekt, gemütlich und mit viel Herz.
Wenn Backen schön klingt, aber der Alltag dazwischenfunkt
Viele Menschen, die pflanzlich essen wollen, kennen diesen Zwiespalt:
„Ich würde ja gern vegane Plätzchen machen… aber klappt das überhaupt? Und dauert das nicht ewig?“
Die Sorge ist verständlich. Traditionelle Rezepte sind oft voller Eier, Butter und Sahne. Und dann steht da die Frage im Raum:
Kann ich das einfach ersetzen oder endet es in einer zähen Teigkatastrophe?
Dabei geht es selten um Perfektion. Du möchtest einfach etwas Schönes schaffen, ein kleines Ritual für dich oder die Familie, aber eben ohne Druck, ohne komplizierte Zutatenlisten und ohne die Angst, dass am Ende alles im Müll landet.
Vielleicht geht es dir ähnlich:
Du willst langsam mehr vegan backen, Schritt für Schritt, in deinem Tempo. Ohne, dass es ewig dauert. Ohne Spezialprodukte. Und vor allem ohne diesen Moment, in dem man den Teig anstarrt und denkt: „Oh je … das sieht nicht so aus wie auf Instagram.“
Deshalb kommen hier einfache Rezepte: vier verlässliche Klassiker, die leicht gelingen, schnell fertig sind und dir zeigen, dass Weihnachtsgebäck wunderbar ohne Tierprodukte funktioniert, weil das Fest der Liebe schließlich auch ohne Tierleid auskommt.
Einfach, gelingsicher, gemütlich
Rezept 1: Schnelle vegane Zimtsterne (ohne Schnickschnack)
Zutaten:
- 250 g gemahlene Mandeln
- 120 g Puderzucker
- 1 TL Zimt
- 2 EL Zitronensaft
- 1 EL Ahornsirup
- 2–3 EL Wasser
So geht’s:
- Alle Zutaten zu einem leicht klebrigen Teig verkneten.
- Zwischen zwei Backpapierblättern ausrollen.
- Sterne ausstechen (ein bisschen Teig an den Fingern ist völlig okay – wir backen hier unperfekt vegan).
- Bei 150 °C ca. 10–12 Minuten backen. Sie bleiben weich, so wie sie sein sollen.
Rezept 2: Weiche Kokosmakronen (mein geliebter Geschmack von Zuhause)
Ein kleines persönliches Geständnis: Ich backe selten in der Vorweihnachtszeit. Aber ich freue mich jedes Jahr über die Kokosmakronen, die meine Schwiegermama für mich vegan zaubert: weich, süß und nach Kindheit duftend.
Zutaten:
- 200 g Kokosraspel
- 120 g Zucker
- 1 EL Speisestärke
- 120 ml Aquafaba (Kichererbsenwasser)
- 1 TL Vanille
Zubereitung:
- Aquafaba mit dem Handmixer steif schlagen (geht gut – keine Angst!).
- Zucker einrieseln lassen.
- Kokosraspel und Vanille unterheben.
- Kleine Makronen aufs Blech setzen.
- Bei 160 °C ca. 15–18 Minuten backen.
Sie sind außen leicht knusprig, innen weich und riechen wie ein kleines Winterurlaubserlebnis.
Rezept 3: Klassische Ausstecher wie früher mit Mutti, nur eben vegan
Vielleicht erinnerst du dich auch an diese Nachmittage, an denen der Tisch voller Mehl war, die Förmchen in alle Richtungen flogen und die ersten Plätzchen schon vor dem Backen gegessen wurden. Genauso machen wir es heute auch, nur in vegan.
Zutaten:
- 300 g Mehl
- 150 g vegane Butter
- 100 g Zucker
- 1 TL Vanille
- 2–3 EL pflanzliche Milch
So gelingt der Teig:
- Alles verkneten, bis der Teig glatt ist.
- Kurz kühlen (10–20 Minuten reichen).
- Ausrollen, ausstechen und zumindest ein paar aufs Blech bringen.
- Bei 180 °C etwa 8–10 Minuten backen.
Einfach, stressfrei, zuverlässig. Perfekt für einen ruhigen Nachmittag oder ein Mini-Projekt am Wochenende.
Rezept 4: Saftige vegane Lebkuchen
Früher gab es für uns als Kinder immer ein ganzes Lebkuchenhaus. Heute sind auch kleine Kekse völlig ok.
Zutaten:
- 200 g gemahlene Haselnüsse
- 200 g gemahlene Mandeln
- 120 g brauner Zucker
- 2 EL Kakao
- 1 TL Zimt
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 100 ml Pflanzenmilch
- Optional: Zartbitterglasur
Zubereitung:
- Alles zu einem dicken Teig verrühren.
- Kleine Häufchen auf Oblaten oder direkt aufs Blech setzen.
- Bei 170 °C ca. 12–15 Minuten backen.
- Wer mag: Schokolade darüberträufeln – unperfekt und wunderschön.
Konkrete Tipps – alltagstauglich & schnell umsetzbar
Starte mit einem Rezept. Und wenn das gut klappt, probiere ein zweites.
Teige ruhen lassen, das muss auch nur kurz sein. 10 Minuten sind oft genug.
Pflanzenmilch immer schluckweise hinzufügen. Zu viel macht den Teig klebrig, zu wenig macht ihn bröselig. Du findest dein eigenes Gleichgewicht.
Backpapier ist deine beste Freundin. Weniger Abwasch, weniger Stress.
Unperfekt ist völlig okay. Risse, ungleichmäßige Formen oder etwas zu dunkle Ränder gehören zur Adventszeit wie Kerzenlicht.
In der Weihnachtsbäckerei…
Veganes Weihnachtsgebäck muss weder kompliziert noch zeitintensiv sein. Mit ein paar Zutaten, etwas Vertrauen in dich selbst und einer Prise Gelassenheit entstehen wunderbare Plätzchen: weich, duftend und voller Wärme.
Wenn du Lust auf mehr entspannte Inspirationen für deinen pflanzlichen Alltag hast, melde dich gern für meinen Newsletter an. Dort warten kleine Impulse, Rezepte und motivierende Gedanken auf dich – Schritt für Schritt, in deinem Tempo.
Über mich

✔ Studium der Lebensmitteltechnologie
✔ Zertifizierte vegane Ernährungsberaterin
✔ Seit 2012 unperfekt vegan

