Sanfte Newsletter-Tipps

Nach deiner Anmeldung begleite ich dich zuerst für knapp einen Monat mit mehreren Mails, die dir Orientierung und Sicherheit im Alltag geben.
In dieser Zeit erhältst du auch mein kostenloses PDF
„Pflanzliche Proteine – leicht gemacht“.
Danach bekommst du meinen Newsletter alle zwei Wochen mittwochs.

Verbot für Veggie-Wurst & Co

Echt jetzt, liebe EU?

Das Europäische Parlament hat abgestimmt: Pflanzliche Produkte dürfen künftig keine Bezeichnungen wie Wurst, Schnitzel oder Steak mehr tragen und das selbst wenn für alle klar ist, dass es sich um vegane Alternativen handelt.
Ein Beschluss, der viele sprachlos macht. Oder besser gesagt: sprachlos machen soll? Denn während die Klimakrise eskaliert und Millionen Tiere in Mastanlagen leiden, wird in Brüssel über Namen gestritten. Haben wir wirklich keine wichtigeren Probleme?

Das Problem oder vielleicht die Frage: Wem nützt das eigentlich?

Offiziell geht es um „Verbraucherschutz“. Man wolle verhindern, dass Menschen versehentlich eine Veggie-Wurst kaufen, obwohl sie eigentlich Fleisch wollten. Klingt erstmal logisch, bis man genauer hinschaut.
Denn: Die meisten Verbraucherinnen wissen sehr wohl, was sie in den Einkaufswagen legen. Niemand glaubt ernsthaft, dass ein „Veganes Schnitzel“ plötzlich aus Kalbfleisch besteht.
Was also steckt wirklich hinter diesem Verbot?
Viele vermuten – und nicht ganz zu Unrecht –, dass hier die Fleischlobby ordentlich Druck gemacht hat. Denn pflanzliche Alternativen sind längst keine Nischenprodukte mehr. Sie liegen im selben Regal, sehen ähnlich aus, schmecken besser und sie werden gekauft. Das gefällt natürlich nicht jedem, der am alten System verdient.

Sprache im Wandel und der Duden gibt mir recht

Sprache verändert sich ständig. Wir sagen „Handy“, obwohl das englisch niemand versteht. Wir kaufen „Schweineohren“ beim Bäcker, ohne dass darin ein Tier steckt. Und laut Duden kann eine Wurst eben auch etwas sein, das „wie eine Wurst aussieht oder die Form einer länglichen Rolle hat“ – unabhängig vom Inhalt.
Wenn also eine Seitan- oder Erbsenprotein-Wurst aussieht, schmeckt und verwendet wird wie eine Wurst: Warum sollte sie nicht auch so heißen dürfen?
Das Ganze erinnert eher an Schikane als an Verbraucherschutz. Denn nirgendwo sonst wird so akribisch geprüft, ob ein Wort zu seinem Inhalt passt. Niemand fordert ein Verbot für Marzipankartoffeln, Leberkäse oder Scheuermilch. Niemand fühlt sich betrogen, wenn er Katzenzungen im Süßigkeitenregal sieht.

Ein Rückschritt statt Fortschritt

Statt den Wandel hin zu nachhaltigeren, tierfreundlicheren Produkten zu fördern, wird er ausgebremst.
Das Verbot ist ein bürokratischer Unsinn und auch ein Signal:
„Bleibt beim Alten, Neues ist uns zu unbequem.“
Dabei ist doch längst klar, dass unsere Ernährungsweise ein zentraler Hebel für Tierwohl, Klima und Gesundheit ist.
Menschen, die bewusst weniger oder kein Fleisch essen möchten, sollen sich jetzt durch absurde Fantasienamen wie „pflanzliche Proteinstange mit Bratgeschmack“ kämpfen. Ernsthaft?
Das klingt nicht nach Transparenz, sondern nach Verunsicherung und genau das dürfte im Sinne jener sein, die Angst vor dem Wandel haben.
Und davon mal ganz ab: wie schlimm wäre es wirklich, wenn eine Verbraucherin «versehentlich» eine vegane Wurst isst? Ja, sie bekommt nicht, was sie erwartet. Aber was, wenn ihr die Seitantofu auch noch schmeckt? Wären Gemüsebällchen nicht schlimmer, die dann aus Fleisch bestehen?

Und jetzt?

Ich finde: Das Ganze zeigt, wie groß die Macht alter Industrien noch immer ist und wie wichtig es ist, dranzubleiben.
Denn egal, ob etwas „Wurst“, „Bratstück“ oder „Würzrolle“ heißt: am Ende zählt, was drinsteckt.
Und wenn das pflanzlich, tierfreundlich und lecker ist, dann ist das für mich die bessere Wahl.
Die Namen mögen sie uns nehmen, aber nicht die Richtung, in die wir gehen.

Auf geht’s!

Wenn du wissen willst, wie Sprache, Marketing und Ernährungswandel zusammenhängen, und keine meiner zukünftigen Beiträge verpassen möchtest:
Abonniere meinen Newsletter und hol dir mein Freebie für den leichteren Start in den unperfekten veganen Alltag:

Und wenn du Inspiration und Tipps für deinen veganen Alltag brauchst, dann komm gern in meinen Newsletter:

Über mich

Frau, im grün-schwarzen Hoodie, lächelnd in der Küche
Suse
Ich bin zertifizierte vegane Ernährungsberaterin und weiß: Der Start kann schwer und anstrengend sein. Ich begleite dich sanft, Schritt für Schritt, in deinem Tempo. Bei mir findest du Empathie und einen Weg frei von Perfektionsdruck. Vegan darf sich entspannt und gut anfühlen. Ich helfe dir dabei, sichere Entscheidungen zu treffen, damit du starten kannst, ohne dass du alles perfekt machen musst.
Zertifikat Vegane Ernährungsberatung
Fachlich fundiert & praxisnah

✔ Studium der Lebensmitteltechnologie
✔ Zertifizierte vegane Ernährungsberaterin
✔ Seit 2012 unperfekt vegan

Hier findest du meine Weiterbildungen