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Warum „Bio-Fleisch“ für mich keine Lösung ist

Es gibt Themen, die man im Alltag gern ein bisschen vor sich herschiebt. Nicht, weil sie unwichtig wären, sondern weil sie etwas in uns berühren. „Bio-Fleisch“ ist für viele genau so ein Thema. Es klingt nach einem Kompromiss, nach einem Weg, Tierleid zu minimieren und trotzdem vertraut zu essen. Fast wie ein sanftes Pflaster auf einer Frage, die im Inneren viel größer ist.
Und doch spüren viele von uns irgendwann diesen kleinen Stich: Reicht das wirklich? Ist das die Lösung?
Für mich persönlich war die Antwort irgendwann klar und gleichzeitig emotional.

Wenn der Kompromiss sich nicht mehr richtig anfühlt

In Gesprächen höre ich oft: „Ich esse ja nur Bio-Fleisch.“ Und jedes Mal merke ich, wie viel Unsicherheit, Rechtfertigung und Wunsch nach einem guten Gefühl darin mitschwingt. Viele meinen es gut. Viele wollen Verantwortung übernehmen. Und das ist absolut wertvoll.
Aber genau hier beginnt das Dilemma:
Bio klingt weich, nicht so schlimm und nach einem schönen Leben vom Tier. Es vermittelt das Bild, dass es „besser“ sei und das stimmt in manchen Punkten auch. Doch das Herzstück des Problems bleibt gleich: Auch bei Bio geht es am Ende um ein Tier, das leben wollte.
Und spätestens hier fällt der Blick auf die Frage, die ich mir irgendwann nicht mehr schönreden konnte:
Wenn „besser“ immer noch Leid bedeutet, warum fühlen wir uns damit eigentlich wohler?

Warum Bio-Fleisch für mich persönlich keine Lösung ist

Für mich kam der Wendepunkt, als mir bewusst wurde, dass Bio zwar vieles verändert, aber nie das Wesentliche: das Schicksal des Tieres.

Bio bedeutet nicht „unversehrt“

Ja, Bio-Ställe haben oft mehr Platz. Manchmal Auslauf. Manchmal weniger genmanipuliertes Futter. Das ist wichtig und verdient Anerkennung. Doch Bio ist nicht frei von Problemen:

  • Auch hier gibt es Verletzungen, Krankheiten, Stress.
  • Auch hier werden Tiere früh getrennt, transportiert und am Ende getötet.
  • Auch hier landen Tiere im gleichen Schlachthof wie die aus konventioneller Haltung.

Das war für mich der Moment, an dem sich der vermeintliche Kompromiss auflöste. Egal wie sehr man das System optimiert: das Grundprinzip bleibt bestehen.

Der Begriff „Bio“ beruhigt oft uns, nicht die Tiere

Bio-Fleisch vermittelt Sicherheit. Ein Gefühl von „Ich tue etwas Gutes“. Aber ist dieses Gefühl deckungsgleich mit der Realität?
Für mich spiegelte es irgendwann eher unsere menschliche Sehnsucht wider, Verantwortung abzufedern, ohne wirklich etwas zu verändern. Das hat nichts mit Schuld zu tun, sondern mit Ehrlichkeit.

Ein Lebewesen bleibt ein Lebewesen, unabhängig vom Etikett

Und genau das war für mich der entscheidende Punkt:
Ob Bio oder konventionell: am Ende war es immer ein Tier mit Gefühlen, Interessen, Bedürfnissen, Angst, Lebenswillen. Das Label änderte nichts daran.
Ich konnte nicht mehr von „besseren Bedingungen“ reden, wenn das eigentliche Problem nicht die Ställe, sondern das System war.

Wie man in kleinen Schritten handlungsfähig bleibt, ohne Perfektion

Wenn du gerade an diesem Punkt stehst, an dem Bio-Fleisch sich nicht mehr ganz stimmig anfühlt, kann das verunsichern. Das ist völlig normal. Veränderung beginnt selten laut, oft ist es ein sanftes Flüstern.

Ein paar sanfte Schritte können helfen:

Tipp 1: Eine Mahlzeit am Tag pflanzlich gestalten
Nicht perfekt, nicht komplett, nur ein kleiner Anfang. Jede Mahlzeit zählt.

Tipp 2: Neue Lieblingsprodukte finden
Manchmal ist ein gutes veganes Hack, eine Pflanzencurrywurst oder ein cremiger Aufstrich schon der Türöffner.

Tipp 3: Gefühle zulassen, ohne sich selbst zu bewerten
Es ist okay, wenn das Thema etwas in dir auslöst. Das zeigt, dass dir etwas wichtig ist.

Tipp 4: Perspektive wechseln ohne Druck
Frag dich nicht „Was darf ich nicht mehr essen?“, sondern:
„Was fühlt sich heute ein bisschen stimmiger an als gestern?“

Tipp 5: Schritt für Schritt lernen
Niemand muss sofort alles wissen. Niemand muss perfekt vegan sein. Für viele entsteht der eigene Weg ganz leise und wächst dann mit jedem kleinen Schritt.

Also, doch kein Bio?

Für mich war Bio-Fleisch irgendwann kein Kompromiss mehr, mit dem ich mich wohlfühlen konnte, nicht wegen Perfektion, sondern aus Mitgefühl.
Wenn du diesen Weg ebenfalls erkundest und dir sanfte Impulse, Orientierung und alltagstaugliche Unterstützung wünschst, kannst du dich gern für meinen Newsletter eintragen.
Gemeinsam gehen wir jeden Schritt in deinem Tempo – achtsam, unperfekt und mit viel Herz.

Über mich

Frau, im grün-schwarzen Hoodie, lächelnd in der Küche
Suse
Ich bin zertifizierte vegane Ernährungsberaterin und weiß: Der Start kann schwer und anstrengend sein. Ich begleite dich sanft, Schritt für Schritt, in deinem Tempo. Bei mir findest du Empathie und einen Weg frei von Perfektionsdruck. Vegan darf sich entspannt und gut anfühlen. Ich helfe dir dabei, sichere Entscheidungen zu treffen, damit du starten kannst, ohne dass du alles perfekt machen musst.
Zertifikat Vegane Ernährungsberatung
Fachlich fundiert & praxisnah

✔ Studium der Lebensmitteltechnologie
✔ Zertifizierte vegane Ernährungsberaterin
✔ Seit 2012 unperfekt vegan

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