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Zoos sind kein Artenschutz

Warum und was wir stattdessen tun können

Vielleicht kennst du das auch: Ein sonniger Tag, ein Eis in der Hand, und der Plan, endlich mal wieder Tiere zu sehen. Ganz nah. Löwen, Elefanten, Pinguine – Abenteuer, Staunen, Kindheitsnostalgie.
Ich war früher sehr gern in Zoos oder Tierparks. Ich fand es lustig, wie Tiere im Gehege auf und ab liefen. Und wenn ein Tier sich versteckt hat? Dann war ich enttäuscht. Schließlich bin ich doch extra wegen ihm gekommen. Heute weiß ich: Dieses unruhige Hin- und Herlaufen ist kein Spaß: Es ist eine Verhaltensstörung. Und es ist nur allzu natürlich, dass ein Wildtier den Kontakt zu Menschen meiden will.

Ich dachte: Zoos schützen Tiere.
Doch irgendwann habe ich gefragt: Schützen wir sie wirklich oder schützen wir nur unsere Illusion von Nähe zur Natur?

Artenschutz? Oder Unterhaltung?

Wir alle wollen etwas Gutes tun. Wir wollen, dass Tiere überleben, nicht aussterben, weiterhin mit uns diese Erde teilen. Und Zoos versprechen genau das: Artenschutz.

Doch wenn ich ehrlich in mich hineinhorche, ging es bei meinen Zoobesuchen selten darum, einer bedrohten Art zu helfen.
Es ging darum, Tiere zu sehen. Ein bisschen Staunen, ein bisschen Spektakel.

Und berührt hat mich das Thema erst richtig, als ich mehr erfahren habe:
– durch den Film Earthlings
– durch den beklemmenden Fall der Elefantenkuh Tyke
– durch Bären, die in einem Burggraben eingesperrt ihr Dasein fristen

Da standen Tränen in meinen Augen. Weil ich plötzlich sah, dass das, was für uns ein Ausflug ist, für Tiere ein Leben hinter Gittern bedeutet.

Warum Zoos kein Artenschutz sind – verständlich erklärt

Zoos argumentieren gern: „Wir retten Arten.“
Doch wenn wir genauer hinsehen, wirkt vieles eher wie eine schwache Tarnung. Hier sind drei der wichtigsten Punkte:

1. Artenschutz beginnt im Lebensraum, nicht im Käfig

Bedrohte Arten brauchen vor allem eines: Schutz ihrer Heimat. Regenwälder, Meere, Savannen, Eislandschaften.
Ein Tiger im Zoo rettet keinen einzigen Baum in seinem natürlichen Lebensraum.
Ein Gorilla hinter Glas sorgt nicht für mehr Urwald im Kongo.
Wenn wir Tiere rausreißen, statt ihr Zuhause zu schützen, bekämpfen wir nur die Symptome und nicht die Ursache.

2. In Zoos lernen wir nur, wie Gefangenschaft aussieht

Zoos versprechen Bildung. Infotafeln hier, QR-Code dort.
Aber Hand aufs Herz:
Wer liest die Tafeln wirklich? Und wie viele dieser Infos sind aktuell und korrekt?
Das Verhalten eines Panthers, der seine Kreise dreht, ist kein Beispiel für die Wildnis.
Das ist Gefangenschaft in Dauerschleife. Wir lernen dort mehr über Mauern und Gitter als über die Natur.

3. Zuchtprogramme: oft wenig wirksam

Ja, es gibt einzelne Arten, die durch Zuchtprogramme profitiert haben.
Doch die große Mehrheit?

  • Viele Tiere werden nur gezüchtet, weil sie Publikum anziehen
  • „Überschüssige“ Tiere werden getauscht, verkauft oder im schlimmsten Fall getötet
  • Die meisten können niemals ausgewildert werden, weil sie in Gefangenschaft geboren und aufgewachsen sind und in der freien Wildbahn keine Chance haben.

Das klingt nicht nach Rettung. Das klingt nach Nachschub.

Was kann ich tun? Kleine Schritte, große Wirkung

Es geht nicht darum, sich schlecht zu fühlen. Wirklich nicht. Wir alle haben eine Vergangenheit und wir dürfen uns weiterentwickeln. Hier sind ein paar alltagstaugliche Alternativen, ohne Perfektionsdruck:

  • Tierdokus oder Livestreams von Wildtieren: z. B. Naturfilme – Tiere dort sehen, wo sie sein wollen
  • Schutzprojekte für Lebensräume unterstützen: auch kleine Spenden oder Käufe aus nachhaltigen Quellen helfen mit
  • Tierfreier Freizeitspaß mit Kindern: Wildparks ohne Zuchtprogramme, Naturparks, Waldspaziergänge, Vogelbeobachtung
  • Mit anderen darüber sprechen, sanft und neugierig: „Hast du dich auch schon mal gefragt, ob Tiere im Zoo glücklich sind?“

Jeder Schritt zählt. Auch der kleine. Auch der unperfekte.

Wir dürfen dazulernen

Ich meide Zoos heute. Nicht, weil ich perfekt vegan bin, sondern weil ich anders fühle als früher.
Ich wünsche mir eine Welt, in der Tiere nicht eingesperrt werden müssen, um zu überleben.
Eine Welt, in der wir sie frei erleben dürfen und nicht hinter Glas oder Gittern.
Eine Welt, in der Artenschutz bedeutet, dass ihr Zuhause geschützt bleibt, wovon auch wir wieder profitieren.
Und ich glaube fest daran:
Wir können gemeinsam dorthin wachsen: Schritt für Schritt, in unserem Tempo. 💚🌱

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Über mich

Frau, im grün-schwarzen Hoodie, lächelnd in der Küche
Suse
Ich bin zertifizierte vegane Ernährungsberaterin und weiß: Der Start kann schwer und anstrengend sein. Ich begleite dich sanft, Schritt für Schritt, in deinem Tempo. Bei mir findest du Empathie und einen Weg frei von Perfektionsdruck. Vegan darf sich entspannt und gut anfühlen. Ich helfe dir dabei, sichere Entscheidungen zu treffen, damit du starten kannst, ohne dass du alles perfekt machen musst.
Zertifikat Vegane Ernährungsberatung
Fachlich fundiert & praxisnah

✔ Studium der Lebensmitteltechnologie
✔ Zertifizierte vegane Ernährungsberaterin
✔ Seit 2012 unperfekt vegan

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